Standpunkte der Gemeinderatsfraktionen

Auf dieser Seite erhalten die Fraktionen des Milser Gemeinderats die Möglichkeit, ihre Position zu aktuellen Gemeindethemen darzustellen.

Unter der Rubrik "Politik" finden Sie die Informationen zu den politischen Vertretern der Gemeinde Mils.



Mai Standpunkte

Im Mai 2026 äußerten sich die politischen Vertretungen der Gemeinde Mils zu den Themen: 

Wohnpark St. Josef, Neues Kommandofahrzeug, Parken und Mobilität


Wohnpark St. Josef - GR Thomas Klingler (Wir für Mils)

Anfang März fand der feierliche Spatenstich für den Baubeginn des Wohnparks St.Josef statt. Die Wohnanlage teilt sich in vier Baukörper auf, die über eine gemeinsame Tiefgarage angeordnet werden und über die Schneeburgstraße zu erreichen sind. Die bestehende Baumallee auf der rechten Seite Fahrtrichtung Norden in der Schneeburgstraße bleibt bestehen. Mittels Photovoltaikanlage, Fernwärme uvm. soll der Niedrigenergiestandard der Tiroler WBF erreicht werden. Für Mitte 2027 ist die Fertigstellung des Areals geplant. Besonders erfreulich ist, dass die Gemeinde ein Vorschlagsrecht für die Vergabe für einen Teil der Wohnungen hat. Die Gestaltung des Außenbereichs durch Spielflächen mit inklusionsfähigen Spielgeräten, einem Bachgerinne, Streuobstwiese und Nistkästen soll Begegnungszone für Menschen mit und ohne Behinderung werden.

Wir freuen uns jetzt schon auf nette Begegnungen mit den zukünftigen Bewohner:innen des modernen Wohnparks.Text

Mobilität für alle - GV Clemens Schumacher (Unser Mils - die Grünen)

Mobilität betrifft uns alle – jeden Tag. Ob zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen: Wir wollen einfach gut von A nach B kommen. Gleichzeitig merken wir: Der Verkehr im Ort wird mehr, der Platz bleibt gleich. Ein reines Entweder-oder bringt uns hier nicht weiter. Natürlich wird das Auto gebraucht, aber wir müssen die Alternativen endlich so ausbauen, dass sie im Alltag wirklich funktionieren: direkte Gehwege, sichere Radverbindungen bis nach Innsbruck und Öffis, auf die man sich auch am Wochenende verlassen kann.

Gerade bei kurzen Strecken gäbe es viel Potenzial. Vieles im Ort ließe sich gut zu Fuß oder mit dem Rad erledigen – wenn es sicher und angenehm ist. Und auch das eCar-Sharing „emils“ wäre einen zweiten Anlauf wert: flexibel nutzen, wenn man es braucht, statt besitzen zu müssen.

Unser Ziel ist klar: Mobilität soll für alle funktionieren, aber so, dass sie Umwelt und Mitmenschen möglichst wenig belastet.

Areal St. Josef - GR-Ers. Lorenz Troppmair (Parteifreie Bürgerliste)

Im März erfolgte der Spatenstich für den „Wohnpark St. Josef“, bestehend aus vier Gebäuden mit 27 objektgeförderten Mietwohnungen sowie 6 Einheiten für inklusives wohnen. Errichterin und Trägerin ist die Privatstiftung der Barmherzigen Schwestern in Zams. Für die Vergabe der geförderten Wohnungen wurde eine Abstimmung mit der Gemeinde Mils vereinbart – wir hoffen daher, dass vorrangig die Milser Wohnungssuchenden zum Zug kommen!

Neben dem Neubau bleibt aber der Altbestand am Areal des Netzwerk St. Josef ein wichtiges Thema. Offenbar gibt es nun doch Gespräche über eine Nachnutzung der aktuell lehrstehenden Flächen als Kindergarten und/oder Schule, nachdem genau diese Vorschläge der Oppositionslisten im Rahmen der Diskussionen über die Kinderkrippe von der ÖVP mit diversen Argumenten (finanziell unmöglich, nicht im Eigentum der Gemeinde, usw.) deutlich abgelehnt wurden – interessant!

Wir möchten auch die Gelegenheit nutzen, der Feuerwehr für das gelungene Fest im Rahmen der Segnung des neuen Kommandofahrzeugs zu gratulieren und wünschen eine stets unversehrte Rückkehr aus den Einsätzen!

Einiges los in Mils - GR Andreas Rudig (FPÖ Mils)

Das neue Wohnprojekt des St. Josef ist gestartet: Insgesamt entstehen 27 wohnbaugeförderte Wohnungen sowie 6 Inklusionswohnungen. Damit wird ein wichtiger Beitrag für leistbares und gemeinschaftliches Wohnen im Ort geleistet. Parallel dazu haben bereits erste Gespräche zur Nachnutzung des Altbestandes begonnen. Dieser Schritt ist entscheidend, um Leerstände zu vermeiden und bestehende Strukturen sinnvoll weiterzuentwickeln. Besonders begrüßenswert wäre eine Lösung, die auch der Allgemeinheit zugutekommt – etwa durch eine mögliche Einmietung der Gemeinde für Kinderbetreuung oder für Vereine. Wir hoffen auf eine nachhaltige und bedarfsgerechte Nutzung.

Ein weiteres Highlight war die feierliche Segnung des neuen Kommandofahrzeuges am Dorfplatz. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen an der Zeremonie teil und würdigten das Engagement unserer Einsatzkräfte. Beim anschließenden Familienfest herrschte beste Stimmung, und für Groß und Klein war viel geboten. Ein rundum gelungenes Fest, das Gemeinschaft und Zusammenhalt eindrucksvoll gezeigt hat.

... Konzentration auf wichtige Aufgaben ... - GR Stefan Unterberger (Zukunft.Mils)

Aktuell ist die Konzentration auf wichtige Aufgaben und die Nutzung von überregionalen Synergien erforderlich. Mit der Weihe des Feuerwehrfahrzeugs ist eine notwendige Investition abgeschlossen, auch in diesem Bereich wird die Nutzung von Synergieeffekten erforderlich sein, um alle Aufgaben zu bewältigen. Die Schaffung von Wohnraum und der Erhalt von Arbeitsplätzen (Netzwerk St. Josef) muss im Austausch mit der schonenden Flächennutzung stehen. Weitere Investitionen in die Infrastruktur der Gemeinde (Kanal, Wasser, …) sind notwendig, um die Versorgung der Gemeinde sicherstellen zu können. Wir setzen uns laufend für Instandhaltungsmaßnahmen ein, um späteren Überraschungen vorzubeugen.

Eine Anpassung der Parkraumregelungen im öffentlichen Bereich ist notwendig, um die sinnvolle Nutzung der Parkflächen sicherstellen zu können. Ebenso wichtig ist die Optimierung am Bauhof, um für Mils kostenwirksame Fremdabgaben in Zukunft zu verhindern. Mit der Flurreinigungsaktion wurde wiederum ein Impuls über alle Vereine und Institutionen gesetzt, der das Gemeinsame in den Vordergrund stellt.

Parken in Mils - GR Josef Leitner (MFG Mils)

Nach kurzer Beratung der Vor- und Nachteile wurden die Verkehrsausschussmitglieder ersucht, konkrete Vorschläge zu Kurzparkzonen einzubringen, insbesondere zu Zeiten, Tagen und Orten wie dem Sportplatz, der Klammstraße oder Sandegg. Bereits am 12. Mai wird weiter beraten, eine Woche später könnten erste Richtlinien im Gemeinderat beschlossen werden.

Ein zentrales Problem stellen die Überlängen dauerhaft parkender Firmenautos dar, die teilweise in Gehwege und Fahrbahnen hineinragen und somit Fußgänger wie Autofahrer behindern. Diese Fahrzeuge verschärfen die Situation auf den öffentlichen Flächen und bei Veranstaltungsorten zusätzlich. Hintergrund ist meist ein Mangel an privaten Stellplätzen.

Unser Vorschlag sieht vor, alternative Parkmöglichkeiten im Bereich Planitz und St. Josef für Firmenfahrzeuge anzubieten. So kann die Parksituation im Ort spürbar entlastet und die Verkehrssicherheit verbessert werden.

Klammstraße - GR Lukas Kruckenhauser (SPÖ Mils und Parteifreie)

Das geplante Bauvorhaben in der Klammstraße wird nicht weiterverfolgt. Der großzügige Spielplatz bleibt erhalten und die geplante Kinderkrippe inkl. Gewerbefläche und 36 Wohnungen wird nicht umgesetzt. Die Beweggründe für die Nichtrealisierung des Projektes sind aus meiner Sicht eindeutig: Realpolitisch war das Projekt nach dem gescheiterten Bürgerbeteiligungsprozess nicht mehr umsetzbar. Vor diesem Abend war der Tenor noch, dass wir nur über das „Wie“ und nicht das „Ob“ diskutieren werden. Das „Wie“ war in den darauffolgenden Wochen auch Thema der Opposition, die geschlossen eine Neuevaluierung des Projektes inkl. sorgfältiger Prüfung alternativer Standorte einforderte. Für ein überdimensioniertes Projekt mit 36 Wohnungen gab es dann auch keine Mehrheit mehr im Gemeinderat. Seit dem Frühjahr 2025 ist es ruhig um das Thema Kinderbetreuung geworden. Es fand mit dem Gemeinderat noch eine Besichtigung der Kindergrippe und des Kindergartens Dorf statt, aber seitdem ist nicht mehr viel passiert. Die Dringlichkeit für den Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen darf somit hinterfragt werden.




April Standpunkte

Im April 2026 äußerten sich die politischen Vertretungen der Gemeinde Mils zum Thema: 

Engagement in der Gemeinde


Frühlingserwachen - GRin Sofia Tiefenthaler (Wir für Mils)

Wenn der Winter langsam seinen Griff lockert und die ersten warmen Sonnenstrahlen das Inntal erreichen, beginnt in Mils eine ganz besondere Zeit: das Frühlingserwachen. Mils zeigt sich nun von seiner sanftesten und zugleich lebendigsten Seite. 

Die Wiesen beginnen zu blühen und entlang der Spazierwege erwacht die Natur zu neuem Leben. 

Mit dem Frühling kehrt auch Energie in die Gemeinde zurück. Kirchliche Feste und gemeinschaftliche Veranstaltungen bringen die Bewohner zusammen und stärken das Miteinander. 

Gerade jetzt, wenn die Wiesen wieder grün werden, wird der Charakter von Mils besonders sichtbar.

Das Frühlingserwachen ist kein lautes Spektakel, sondern ein leises, stetiges Aufblühen, das besonders durch die Gemeindemitarbeiter, die sehr viel Wert auf das Erscheinungsbild unserer Gemeinde legen, sichtbar wird. Die Straßen werden von den restlichen Winterspuren gereinigt und viele Plätze und Ruheorte werden neu bepflanzt und laden so zum Verweilen ein.

Frühling ist die Zeit, in der nicht nur die Natur Kraft schöpft, sondern auch das Dorf und ihre Bewohner wieder lebendiger werden und „das Draußen“ genossen werden kann.

Engagiertes Mils - GR Josef Leitner (MFG)

Beim Neujahrsempfang sowie in der jüngsten Gemeinderatssitzung hat unser Finanzausschussobmann Peter Grassl einen wichtigen Einblick in unsere Gemeindefinanzen gegeben. Von unserem Gesamtbudget in Höhe von 14 Millionen Euro entfallen rund vier Millionen Euro jährlich auf Personalkosten. Ein großer Teil davon, etwa zwei Drittel, wird für die Kinderbetreuung aufgewendet. Das entspricht monatlich rund 222.222,22 Euro. Die verbleibenden Personalkosten verteilen sich zu gleichen Teilen auf die Mitarbeiter:innen im Gemeindeamt und jene im Außendienst.

Diese Zahlen machen deutlich, dass die vielfältigen Dienstleistungen unserer Gemeinde, von der Verwaltung bis zur Betreuung unserer Kinder, von der Pflege öffentlicher Anlagen bis hin zu Serviceleistungen für den Alltag, wertvoll, aber auch kostenintensiv sind. Sie kommen uns allen zugute, werden jedoch auch von uns allen gemeinsam getragen. Gerade deshalb lohnt es sich, einen bewussten Blick auf unseren eigenen Beitrag zu werfen. Wo können wir selbst Verantwortung übernehmen? Wo können wir durch Engagement, Eigeninitiative oder gegenseitige Unterstützung dazu beitragen, Abläufe zu erleichtern und Kosten zu senken? Eine lebendige Gemeinde lebt nicht nur von Angeboten, sondern auch vom Mitwirken ihrer Bürger:innen.

Wenn wir es schaffen, ein Stück weit von einer reinen Anspruchshaltung abzurücken und stattdessen das „Wir“ stärker in den Mittelpunkt zu stellen, können wir gemeinsam viel bewegen. Jede und jeder Einzelne kann dazu beitragen, unsere Gemeinde weiterhin lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten.



März Standpunkte


Im März 2026 äußerten sich die politischen Vertretungen der Gemeinde Mils zu den Themen:

Dorfzeitung


Die Dorfzeitung im Wandel der Zeit - GR Josef Leitner (MFG)

Karl Wendlinger begann vor rund 30 Jahren als freier Redakteur mit dem Milser Dorfblatt. Von Anfang an war es ihm ein Anliegen, allen politischen Fraktionen Raum zu geben, um ihre Positionen auf einer gemeinsamen Seite darzustellen. Dieses Vorgehen entsprach seinem Demokratieverständnis, das er sich durch viele Jahre engagierter Arbeit als Oppositionspolitiker im Gemeinderat erarbeitet hatte.

Denn jedes Mitglied des Gemeinderates vertritt viele Milserinnen und Milser, die ihm ihre Stimme gegeben haben – unabhängig von der Fraktion. Genau deshalb war es mir besonders wichtig, dass die Meinungsäußerungen der Fraktionen nicht auf die nun vier gedruckten Ausgaben pro Jahr beschränkt werden. 

Stattdessen sollen die Beiträge der Fraktionen weiterhin regelmäßig erscheinen: monatlich – mit Ausnahme von Jänner und Juli – auf der Homepage der Gemeinde Mils. So bleibt der politische Austausch lebendig, transparent und für alle jederzeit zugänglich.



Februar Standpunkte


Im Februar 2026 äußerten sich die politischen Vertretungen der Gemeinde Mils zu den Themen:

Jahresbeginn, Fasching, Vereine, Demokratie, Parken und Budget


Fasching in Mils - VBM Daniel Pfeifhofer (Wir für Mils)

Gemeinsam stark! Der Milser Fasching zeigt, was Gemeinschaft bedeutet: Rund 100 Erwachsene und 80 Kinder der Milser Matschgerer ziehen ausgelassen durch die Gasthäuser und sorgen bei Ballauftritten für Stimmung. Ihr Engagement macht die närrische Zeit zum Höhepunkt des Jahres – Tradition, die Jung und Alt verbindet. Über 180 Aktive prägen das Dorfleben, bringen Freude und Zusammenhalt. Besonders die Vereine verdienen Dank: Sie organisieren Bälle und Showabende mit Herzblut und Kreativität – ohne sie wäre der Fasching nicht das, was er ist. Doch nicht nur beim Feiern ist Einsatz gefragt.

In den letzten Jahren wurde in Mils viel Geld in den Hochbau investiert – Geld, das man sieht. Leider ist das Kanalsystem von Mils in die Jahre gekommen. Für 2026/27 steht eine umfassende Sanierung an, erste Schätzungen liegen bei 2–3 Millionen Euro für den ersten Schritt – Geld das die Milser:innen nicht sehen, aber spüren, wenn es nicht funktioniert. Hier ist vorausschauende Planung und verantwortungsvoller Umgang mit Gemeindemitteln gefordert. Mils wird auch diese Herausforderung meistern.

Verantwortung für heute und morgen - GV Clemens Schumacher (Unser Mils - die Grünen)

Ein Gemeindebudget ist mehr als ein Zahlenwerk. Es zeigt, welche Werte wir leben und welche Zukunft wir unseren Kindern, Familien und Jugendlichen in Mils ermöglichen wollen. Deshalb haben wir unsere Zustimmung zum Budget 2026 an klare inhaltliche Schwerpunkte geknüpft.

Im Mittelpunkt stehen für uns vor allem Investitionen in die Kinderbetreuung, sichere und umweltfreundliche Mobilität, voll geförderte Energieberatung, energiesparende Infrastruktur sowie Angebote für Jugendliche, die allen offenstehen – auch außerhalb klassischer Vereinsstrukturen.

Gleichzeitig setzen wir uns für einen fairen und transparenten Budgetfindungsprozess ein, in dem Zahlen nachvollziehbar und korrekt sind und Entscheidungen gemeinsam vorbereitet werden. Jeder Euro, den die Gemeinde ausgibt, soll verantwortungsvoll eingesetzt werden, ohne notwendige Zukunftsprojekte auf die lange Bank zu schieben.

Unser Ziel ist ein zukunftsfähiges Budget, das Mils nicht nur durch das nächste Jahr bringt, sondern unsere Gemeinde nachhaltig stärkt.

Gemeinsamer Jahresbeginn der Vereine - GR-Ers. Thomas Gogl (Parteifreie Bürgerliste Mils)

Die Matschgerer und die Milser Vereine starteten mit einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm ins neue Jahr. Den Beginn bildete die traditionelle Christbaumversteigerung, veranstaltet von Musikkapelle, Schützen und Feuerwehr. Anschließend wurde mit dem Peitschenschnöllen beim Stöckl sowie dem Fasnachtsauftakt die fünfte Jahreszeit eröffnet.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Brauchtumsgruppe, bei der ich als Jugendbetreuer mitwirken darf, liegt auf der Jugendarbeit: Die Jungmatschgerer Mils zählen mittlerweile über 80 aktive Burschen, die sich engagiert an der Pflege und Weitergabe des Brauchtums beteiligen.

Weitere Höhepunkte der Faschingszeit sind der Sängerball, der Weiberball der Bäuerinnen, der Showabend der Musikkapelle sowie das Bäreneingraben inklusive Patschenball am Faschingsdienstag als Abschluss der Feierlichkeiten.

Ein herzlicher Dank gilt allen engagierten Vereinen im Dorf, die die Dorfgemeinschaft, das Brauchtum und den Nachwuchs mit großem Einsatz betreuen und unterstützen. Bereits zu Jahresbeginn zeigt sich wieder, was Mils besonders auszeichnet.

Parkraumbewirtschaftung ... - GR Andreas Rudig (FPÖ)

… ist in unserer Gemeinde seit Jahren ein viel diskutiertes Thema. Mit dem neu beauftragten Kontrollorgan, der „Ortsstreife“, wird nun genauer kontrolliert und konsequenter abgestraft. Das hat Vor- wie Nachteile, die wir im Ausschuss offen diskutieren und gemeinsam lösen müssen. Einerseits sorgt die genauere Kontrolle für mehr Ordnung und eine gerechtere Nutzung von Parkplätzen. Andererseits werden Strafen in manchen Situationen als unfair empfunden. Es kann nicht sein, dass gerade bei Veranstaltungen Fahrzeuge abgestraft werden, die etwas länger stehen – besonders, wenn jemand sein Auto wegen Alkoholkonsums bewusst stehen lässt und am nächsten Tag einen Strafzettel vorfindet. Hier darf Sicherheit nicht bestraft werden. Das Thema Parkraumbewirtschaftung wird schon seit Jahren angeregt, aber nie abgeschlossen. Meiner Meinung nach braucht es eine faire Lösung für das gesamte Ortsgebiet, nicht nur für die Kurzparkzone im Unterdorf. Wie diese genau aussieht – etwa mit Anrainerkarten oder Sonderregelungen bei Veranstaltungen – müssen wir im Ausschuss und im Gemeinderat sorgfältig diskutieren, um eine bestmögliche und vor allem faire Regelung für alle zu finden.

...finanzielle Zukunft der Gemeinde... - GR Stefan Unterberger (Zukunft.Mils)

Der finanzielle Spielraum von Bund, Land und Gemeinde wird in Zukunft wenig Möglichkeiten für große Investitionen bieten. Umso wichtiger ist es in der laufenden Gemeinderatsperiode, die aktuellen Projekte mit Augenmaß zu betreiben, die Kosten laufend zu kontrollieren und das Budget streng zu verfolgen. Dazu wurde schon mehrfach angeregt, auch unterjährige Kontrollen durchzuführen. Unabhängig davon wäre die Bildung von Rücklagen für kommende größere Investitionen sinnvoll und wichtig. Um den finanziellen Spielraum zu verbessern, ist neben der Anpassung der Einnahmen – die Gebühren müssen zumindest die damit verbundenen Dienstleistungen finanziell abdecken – auch eine stringente Kontrolle der Ausgaben erforderlich. Hier müssen jedoch die sozialen Rahmenbedingungen berücksichtigt und wesentliche Einschnitte im Vereinsleben und in der Unterstützung von ehrenamtlichen Tätigkeiten vermieden werden. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass für wichtige und wesentliche Einrichtungen für die Dorfgemeinschaft trotz der Rahmenbedingungen die erforderlichen Mittel zur Verfügung stehen.

Das Demokratieverständnis der ÖVP in Mils - GR Josef Leitner (MFG)

Die meisten Beschlüsse im Milser Gemeinderat werden einstimmig gefasst – trotz sieben Fraktionen mit unterschiedlichen Positionen. Bei manchen Themen kommt es jedoch zu knappen Entscheidungen oder echten Kampfabstimmungen.

So wurde der Antrag der Fraktion Zukunft Mils zum Streamen von Gemeinderatssitzungen, eingebracht am 12.10.2021, erst am 8.11.2022 behandelt, um schließlich am 12.12.2023 mit 8:9 Stimmen abgelehnt zu werden. Das, obwohl im Ausschuss bereits eine kostengünstige Lösung mit Standkamera diskutiert wurde.

Auch der Vorschlag, Leserbriefe in der Dorfzeitung oder auf der Gemeindewebsite zu ermöglichen, wurde am 9.12.2025 mit 5:10:2 abgelehnt.

Ebenso scheiterte der Antrag, Personalangelegenheiten wieder im Gemeinderat zu behandeln (nicht öffentlicher Teil), mit 6:11 Stimmen. ÖVP und Grüne, beide im Gemeindevorstand, lehnten ab. Die übrigen fünf Fraktionen bleiben damit bei Personalentscheidungen außen vor.

Bei allen drei Punkten zeigt sich dieselbe Haltung: weniger Transparenz, weniger Mitbestimmung, weniger Bürger:innenbeteiligung. Gelebte Demokratie im Ort sieht anders aus!

Budget 2026 - GR Lukas Kruckenhauser (SPÖ)

Im Jänner wurde das Budget für das Jahr 2026 einstimmig von allen Fraktionen beschlossen. Aus meiner Sicht ist es ein Budget, das keinem wehtut und potenzielle Einsparmaßnahmen so gut wie möglich vermeidet. So gibt es auch in diesem Jahr Förderungen für Kultur und Sport, Gemeinderatsentschädigungen, den Eislaufplatz, das Dorfblatt und die Finanzierung der Jugendarbeit JAM.

Jedes Jahr wird im Finanzausschuss vortrefflich darüber gestritten, welche der oben angeführten Positionen eingespart werden könnte. Fakt ist, dass es sich hier im Budget um kleine Positionen handelt, die im Einzelnen wenig Auswirkung auf die Finanzlage der Gemeinde haben. Würden sämtliche Positionen eingespart werden, dann käme ein schöner Einsparungsbetrag zusammen, der aber politisch nicht umsetzbar wäre.

Somit versucht man weiterhin möglichst viele Zielgruppen im Budget zu berücksichtigen. Für das Jahr 2026 beträgt der Abgang inkl. AfA -1,8 Mio. Euro. Die Gemeinde verfügt über ein hohes Anlagevermögen, was mangels Rücklagen weiterhin zwecks Investitionen mittels Fremdkapitals finanziert werden muss.