Möchte mich um mein Dorf kümmern

Marco Hilber Milsano

 

Der Internetplattform Instagram sei Dank. Dort hat Anna Servis den jungen Koch Marco Hilber gefunden. Seit einem Monat kocht der Milser sein Heimatdorf ein. Und die Ideen gehen im so schnell sicher nicht aus.

Im Vordergrund lodert das Buchenholzfeuer. Doch zwischen den hoch züngelnden Flammen wird der Blick auf die dahinter liegende Küche frei gegeben. Nicht etwa im sonst üblichen weißen Kochgewand arbeitet hier ein junger Mann ruhig vor sich hin. Schwarze Jacke und schwarze Hose geben Marco Hilber ein würdiges Aussehen, ganz im Widerspruch zu seinen erst 24 Jahren.

„Ich bin daheim“,

strahlt er und seine Grübchen werden sichtbar. „Ich bin in meinem Dorf und möchte mich um meine Leute kümmern.“ Und in seiner Küche im Milsano wohl auch zeigen, was er in der weiten Welt gelernt hat. Die Laufbahn liest sich wie das Musterbeispiel aus dem Karrierehandbuch. Als Kind schon gerne am Herd, „kochen, wie bei Mama gelernt“, absolviert Marco den Tourismuszweig im Polytechnischen Lehrgang und schnubbert beim Grander in Wattens, wo er schließlich die Kochlehre beginnt. Abschließen kann er sie im Reschenhof und nach sechs Monaten im Offizierscasino beim Bundesheer beginnt er als Koch in einem bekannten Lokal in Innsbruck. Nach nur drei Jahren ist er Chefkoch, gecoacht von einem Südtiroler Haubenkoch.

„Ich habe so viele Ideen und Pläne fürs Kochen im Milsano“, gesteht der ambitionierte junge Mann. So sind die Milsano Burger inzwischen ein Renner. „Das Schwarzbrot für den Burger kommt von Magdalena Mair vom Weberhof“, freut sich Marco. Auch mit anderen Bauern soll zusammengearbeitet werden. Jetzt schon sind gibt es eine eigene Mittags- und Abendkarte. „Wir haben nach den ersten Tagen unsere Erfahrungen eingebracht und umgesetzt.“ Jeden Tag wartet ein Tagesgericht auf die Gäste. Von Donnerstag bis Freitag werden frische Fische angeboten. Die Steaks vom Feuergrill sind jetzt schon legendär, denn die Marinade ist Marcos Geheimrezept. Räuchersalz ist nur eine der delikaten Zutaten. „Mir ist wichtig, dass alles frisch ist und die Qualität passt“, betont der Jungkoch. Immerhin gehen bis zu 60 Essen pro Abend raus. „Am Beginn war ich ziemlich nervös, jetzt freue ich mich, wenn die Leute zufrieden sind“, verrät Hilber. Dass die Zufriedenheit groß ist, davon zeugt auch das volle Buchungsbuch. Telefonische Reservierungen sind empfohlen.

Weitere Infos auf der Gemeinde-Seite Milsano und der Website des Milsano.

Text und Foto: Birgitt Drewes

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